Hallo,
ich möchte im Folgenden meine Prüfungsvorbereitung auf das Fach Geistigbehindertenpädagogik dokumentieren. Vielleicht hilft es zukünftigen Studierenden. Ich habe gemeinsam mit einem Kommilitonen die Prüfungsaufgaben der letzten 10 Jahre durch geschaut. Danach haben wir die Häufigkeit der Aufgabenstellungen beurteilt und sind zu dieser Liste gekommen:
Geistigbehindertenpädagogik
Danach haben wir in einem Brainstorming verfahren unser Wissen um die einzelnen Bereiche systematisiert.
- Sichtweisen auf/von (schwerer) geistigen Behinderung
- Sonderpädagogische Leitideen (Selbstbestimmung, Integration. Empowerment,Inklusion, Lebensqualität)
- Ethik – Lebensrechtdebatte – Was ist Ethik – Ethik und Moral
- Erziehung und Bildung im Kontext (schwerer) geistigen Behinderung
- Gesellschaftliche Rahmenbedingungen/ Soziologie der Behinderung
Sichtweisen
Es gibt die folgenden Sichtweisen auf den Gegenstandsbereich der Sonderpädagogik:
- Phänomenologische: (Stinkes, Fornfeld, Pfeffer) Leib, Erziehungshermeneutik à Zusammengefasst: die Situation ist behindert, Ähnlichkeiten zur Geisteswissenschaftlichen Position.
- Konstruktivistische: (insbesondere Wagner in seiner Promotion und Habilitation, in Abstrichen Feuser und Jantzen) Lehrplan à Schlagwort: Jeder konstruiert seinen Sinn selbst à Vorteil einer individualistischen Weltsicht die mittels der Visibilität des Menschen gemeinsam geteilt wird. Frage nach dem Zusammenhang von Erkenntnistheorie und ihrer sonderpädagogischen Rezeption
- Kulturhistorische/ Soziologische: (Feuser, Jantzen und Rödler) Schlagwörter: Behinderung wird gemacht àgesellschaftliche Exklusion von nicht als arbeitsfähig erachten Menschen, der von Marx geprägte Begriff der Revolutionären Praxis ist beschreibt deren Erkenntnistheorie. Wichtige Bezugspunkte dieser Sichtweise sind die Schriften von Wygotski, Lurija, Leontjew, Anochin, Basaglia. Unterpunkte einer solchen Theorie sind:
- Soziologische Begründungszusammenhänge für Bourdie Ziemen und für Luhmann Moser (2003)
- Politische Argumentationen: Hinz und Boban
- Geisteswissenschaftliche: (Georgens und Deinhardt, Moor, Kobi, Möckel, Haeberlin) Face to Face Beziehung; Stichwort: pädagogischer Bezug; ähnlich der phänomenologischen Position, Zusammenfassend am Bsp. der Sprache: Dieter Fischer (1997) Am Ort der Mühe wohnen; problematischer Begriff: Haltung è Ethik
Sonderpädagogische Leitideen
Selbstbestimmung: Diskussion im Kontext des Verhältnisses von Selbst- und Fremdbestimmung- Allg. Heilpädagogik: Stinkes, Feuser (1996), Einführung des Begriffs in den 1990er Jahren (Hahn)
- Politisch: Theunissen Empowerment Integration (Problematisierung anhand des Begriffs der Diagnostik)
- Institutionell: Eberwein, Möckel (Geschichte der Heilpädagogik), Haeberlin
- Politisch: Feuser, Jantzen
- Inclusion: Hinz, Speck, Ziemen
Ethik
Ausgangspunkte:
- Lebensrecht (Singer vs. Personalismus)
- Bioethik
- Allgemein ethische Perspektiven in der Pädagogik – Ethik als Lebensform
- Politisch aus gesellschaftlicher Perspektive
Vertreter: Stinkes (Ethikbuch), Rösner, Haeberlin, Jacobs (1997), Moosecker, Heinrich, Jantzen, Feuser
Fachwissenschaftler: Pieper (Einführung in die Ethik) Ethik ist der Zusammenhang zwischen Moral und eigener Überzeugung (Sitte und Sittlichkeit), Reflexionswissenschaft, keine Moralphilosophie
Erziehung und Bildung in deren Konkretisierung am Beispiel der schweren geistigen Behinderung
Wer behandelt die Fragestellung(insbesondere Erziehung und Bildung): Moor, Georgens und Deinhardt, Kobi, Stinkes, Fornfeld, Möckel
- Anthropologie:
- Erziehungsbedarf und Erziehungsbedürftigkeit
- Bernfeld Entwicklungstatsache
- Portmann, Gehlen, Üxgüll, Bollnow, Herder, Aristoteles
- Achtung: Bleidick Sonderanthropologie
- Einschub: Was ist Behinderung? Behinderung Fakt oder Phänomen, WHO Definition usw.
- (2)Teleologie: sonderpädagogische Leitideen Dialektik von Individuum und Gesellschaft,Problematisierung des Begriffs der Mündigkeit
- (3)Methodologie: Begriffsklärung, viele Methoden – Bedarf wissenschaftlicher Reflexion, im Sinne eines sachbezogenen, systematischen Nachdenkens bzw. in Fragestellens
- (4)Problematisierung anhand des Zusammenhangs von Theorie und Praxis (Böhm, Humboldt, Dörpinghaus, Stinkes Bildungsbegriff), mögliche Überschrift Bildung – Sprache und Behinderung, Lehrplanbezug
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Inklusion und Exklusion (Peter Fuchs), Jantzen, Feuser, Speck (System Heilpädagogik), Moser (Luhmann)
Materialistische Behindertenpädagogik:
- Parperisierung (Vereinzelung)
- Fragmentarisierung (an den Rand drängen)
- Arbeitsteilung und Ausdifferenzierung
- Entwicklungslogische Didaktik (Feuser)
- Inclusiv dialogische Pädagogik ausführen (Bewusstmachung, Aufklärung über gesellschaftliche Veränderungsmöglichkeiten)
Problematisierung:
- Überholt durch Soziale Sicherungssysteme
- Utopismus
- Umsetzung
- Ideologie
- Werkstufe (Lehrplan)
- Lehrplan normal (Konstruktivismus)
- Didaktische Prinzipien (Pitsch)
- UK – Kommunikation – Sprache
- Heterogenität/ subjektive Didaktik
- Offener Unterricht


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